Vollmachten und Verfügungungen

Vollmacht (General- Vorsorgevollmacht)

Zu einem Zeitpunkt, in dem Sie Ihre Angelegenheiten nicht mehr aus eigener Kraft erledigen können, können Sie mit einer Vollmacht eine Person benennen, für die Wahrnehmung bestimmter oder aller Angelegenheiten. Je nach Umfang der Vollmacht kann diese Person Ihre Interessen vertreten, z. B. in Wohnungsangelegenheiten, Post- und Telekomunikation oder die Erledigung von Bankgeschäften. Dieser Person gilt Ihr uneingeschränktes Vertrauen, diese Person handelt in Ihrem Sinne und entscheidet wenn Sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind.

Mit der Vorlage Originalvollmacht durch den Bevollmächtigten wird die Vollmacht gültig. Diese Vollmacht kann um eine Betreuungs- und Patientenverfügung erweitert sein. Für den Fall, dass eine Vollmacht nicht mehr ausreicht, schlägt der Vollmachtgeber eine Person seines vollsten Vertrauens als Betreuer vor. Wer ganz sicher sein möchte, dass seine Vollmacht später auch akzeptiert wird, sollte einen Juristen oder Notar um Rat fragen.

Die Vollmacht kann privat verwahrt werden, oder im im zentralen Vorsorgeregister hinterlegt werden.

Betreuungsverfügung

Mit der Betreuungsverfügung wird geregelt, wer die Betreuung übernehmen soll, ebenso wer Sie keinesfalls betreuen soll. In der Betreuungsverfügung ist festzulegen, wie die Betreuung erfolgen soll, dabei ist zu bedenken, dass diese Verfügung dann gilt, wenn Sie sich selbst nicht mehr äußern können. Klären Sie daher Details, die Ihnen wichtig sind im Vorfeld ab.  

Patientenverfügung

Damit, dass die Menschen immer älter werden, steigt auch die Zahl der Kranken und Pflegebedürftigen. Das Thema Vorsorge nimmt immer mehr an Bedeutung zu und der Rat von Fachleuten ist gefragt.

In einer Patientenverfügung legen Sie fest, welche Form der Behandlung Sie wünschen und welche Sie ablehnen. Sehr hilfreich ist es, wenn Sie sich hierzu vom Arzt Ihres Vertrauen beraten lassen.

Übrigens, für die Patientenverfügung gibt es kein „Verfallsdatum“. Fachleute empfehlen jedoch einen regelmäßigen Check ca. alle 2 Jahre um festzustellen, ob die Verfügung noch Ihren Wünschen und dem aktuellen medizinischen Stand entspricht.

Wichtig: Die Patientenverfügung können Sie jederzeit rückgängig machen oder ändern!

Falls erwünscht können Sie das Zusatzformular "Organspende" optional der Patientenverfügung bei beifügen.